Wildkräuter-Wanderungen

sind Blumen-Blatt- und Baum-Begegnungen!

Ziel der Wanderungen ist es, 
Kenntnisse über die wichtigsten Heilpflanzen 
und einheimischen Bäume zu vermitteln 
(Erkennungsmerkmale, Inhaltsstoffe, Anwendungsgebiete, Warnhinweise,...) 
sowie über deren Mythologie und Verwendung.
Wir nehmen Kräuter, Stauden, Büsche und Bäume zu allen Jahreszeiten wahr und lernen so ihre Entwicklung kennen. 

Eine Wanderung dauert ca. 2 Stunden, ein Ausflug ca. 4 Stunden. 

Gerne komme ich auch zu Ihnen in den Garten oder in Ihre Umgebung und wir erforschen gemeinsam, welche Pflanzen sich um Sie herum versammelt haben. 

Auch beim Anlegen oder Gestalten eines Gartens, der Heilpflanzen beherbergen soll bin ich gerne behilflich. 
Termine:  siehe unter "Aktuelles"

Heilpflanzen-Kurs

Ziel des Kurses ist es, 
Kenntnisse über die wichtigsten Heilpflanzen 
und einheimischen Bäume zu vermitteln 
(Inhaltsstoffe, Anwendungsgebiete, Warnhinweise,...) 
sowie über deren Mythologie und Verwendung: 
bei welchem Krankheitsbild 
wende ich welche Heilpflanzen an?

Mit praktischen Übungen (z.B. wie mache ich einen Wickel)
und Ausflügen in die Natur. 
Wir verkosten verschiedene Heilpflanzen-Zubereitungen. 

Jede/r Teilnehmer/in kann sich ein eigenes Heilpflanzen-Nachschlagewerk anlegen 

und erhält eine Teilnahmebescheinigung.

Termine:  siehe unter "Aktuelles"


Jahreskreis-Feste

Leben im Rhythmus der Jahreszeiten, im Einklang mit Mutter Erde, 

das heißt für uns (Rita Reinicke und Viola Schalski) 

ein bewusstes Begehen der Jahreskreisfeste. 

Unsere ganz persönliche Auslegung wird inspiriert durch Susanne Fischer-Rizzi,

Luisa Francia und anderen Autor*innen.

Wir feiern Lichtmess, 

Frühjahrsequinox, 

Maifest, 

Sommersonnenwende, 

Kräuterweihe, 

Herbstäquinox, 

Ahnenfest und 

Wintersonnenwende.

Termine:  siehe unter "Aktuelles"

Treffpunkt ist jeweils um 18:00 Uhr 

auf dem Gutshof Gatow, 

Buchwaldzeile 45, 

14089 Berlin. 


Kostenbeitrag 15€.


Tradition pflegen
heißt nicht, Asche aufbewahren, 

sondern Glut am Glühen halten. 

Jean Jaurès (1859-1914) 

Pflanzenheilkunde

Die Pflanzenheilkunde (oder Phytotherapie, auch Kräutermedizin genannt) ist die Lehre der Verwendung von Heilpflanzen als Arzneimittel. 

Sie gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. 

Außerdem ist sie Vorläufer und Grundlage der modernen Medizin. 

Verwendet werden ganze Pflanzen oder Pflanzenteile (Blüten, Blätter, Samen, Rinden, Wurzeln). Diese Ausgangsstoffe („Drogen“) werden frisch oder als Aufguss bzw. Auskochung (Tee), Saft, Tinktur, Extrakt, Pulver, Ätherisches Öl usw. therapeutisch angewendet (innerlich und äußerlich). 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass aktuell 80 % der Weltbevölkerung die Pflanzenheilkunde einsetzt. 


Meine Ausbildung habe ich am Institut für Phytotherapie 
bei Klaus Krämer genossen und die Pflanzenheilkunde 
stellt den Schwerpunkt meiner Behandlung dar. 

Nach gründlicher Anamnese 
stelle ich individuelle Teerezepte zusammen. 

Zubereitung eines Heilkräuter-Tees

1 Eßlöffel von der Teemischung

mit 200-250 ml kochendem Wasser übergießen 

(=große Tasse)

und 20 min abgedeckt ziehen lassen



3 mal täglich 1 Tasse vor den Mahlzeiten trinken



Tee immer dunkel und trocken aufbewahren

in einer Blechdose, Pappschachtel oder Papiertüte

(nicht in Plastikdosen oder -tüten)

Vorträge

zur inneren und äußeren Anwendung von Naturheilmitteln 
sowie zur naturheilkundlichen Behandlung bestimmter Krankheitsbilder in eigener Praxis 
oder als Dozentin für Krankenpflege. 
Das Kursprogramm mit den laufenden Vorträgen ist unter "Aktuelles" zu finden.




Antivirale Pflanzen


  • Berberitze (Berberis vulgaris
  • Brennnessel (Urtica dioicea), fördert Blutbildung und Eiweißstoffwechsel, ist diuretisch, antiallergisch, enthält Fe, Ca und Biokatalysatoren, die freie Radikale abfangen - darauf basiert die blutreinigende Wirkung
  • Cistrose (Cistus incanus tauricus)
  • Gewürznelke (Syzygium aromaticum
  • Isländisches Moos (Cetraria islandica – auch Lichen Islandicus) Isla Moos Pastillen
  • Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus), als Urtinktur
    (mit Meerrettich zusammen enthalten in Angocin antiinfekt-Tbl.)
  • Kardamom (Elettaria cardamomum
  • Knoblauch (Allium sativum) und andere Lauchgewächse (Zwiebel, Lauchzwiebel, Porree, Schnittlauch,...)
  • Löffelkraut (Cochlearia officinalis)
  • Löwenzahn (Taraxacum officinale), bringt die Säfte zum Fließen, fördert die Verdauungsenzymatik - bes. Galle-Leber; für Leute, die graue oder gelb-weiße Hautfarbe haben
  • Meerettich (Armoracia rusticana), Radix armoratiae: Alylsenföle
  • Melisse (Melissa officinalis)
  • Mistel (Visum album)
  • Ringelblume (Calendula officinalis), wenn Harnsaures ins Braune umschlägt, nach Vergiftungen, bei braunen Einfärbungen des Auges nach Pankreas-Insuffizienz (durch Melanin, den Leberfarbstoff)
  • Rote Bete (Beta vulgaris) : antibakteriell, antiviral und immunstärkend
  • Salbei (Salvia officinalis)
  • Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Scharbockskraut (Ficaria verna, Syn.: Ranunculus ficaria)
  • Schöllkraut (Chelidonium majus
    ACHTUNG: nur äußerlich anwenden, keine Selbstmedikation innerlich!
  • Sonnenhut (Echinacea purpurea), umstimmend
  • Thuja, Lebensbaum (Thuja occidentalis)
  • Thymian (Thymus vulgaris)
  • Wacholder (Juniperus communis): Herpesanfälle werden seltener
  • Wasserdost, Wasserhanf, Kunigundenkraut (Eupatorium cannabinum)
  • Weihrauch (Versch. Bäume der Gattung Boswellia liefern das Harz, das Olibanum, Weihrauchharz, genannt wird) 



WEIDE ~ Salix


Salix alba Silberweide: schmale silbrige Blätter, Ruten zum Flechten

Salix caprea Salweide: hat gelbe+volle Kätzchen, blüht am frühesten

Salix fragilis Bruchweide: Seitenzweige brechen leicht ab, Blätter hellgrün

Salix babylonica Trauerweide: zartgrüne hauchdünne Schleierzweige, Parkbaum



Pflanzenfamilie: Weidengewächse (Salicaceae) 

Familie in der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida). 

Die Pappel-Arten werden durch den Wind bestäubt, während 

die Weiden-Arten überwiegend insektenbestäubt sind („Bienenfutterpflanzen“ im Frühjahr). Die Blütezeit liegt bei den windbestäubten Arten vor der Entwicklung der Laubblätter, ansonsten je nach Art zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr. 

Die Familie Salicaceae enthält damit etwa 55 Gattungen mit etwa 1010 Arten.

Pappel-Arten und Weiden-Arten kommen vorwiegend in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel an feuchten Standorten vor; man findet sie auch in Tundren und im Gebirge oberhalb der Baumgrenze. Die Größe variiert vom stattlichen Baum bis zum kriechenden Zwergstrauch.



Botanik: 

Wurzeln: saugen wie Rüssel das Wasser aus den Gewässern, an denen Weiden gerne stehen. 

Stamm: unbändige Lebenskraft! Fällt man eine Weide, entsteht ein neues üppiges Weidengestrüpp aus dem Stamm heraus. Steckt man einen frisch abgeschnittenen Zweig in die Erde, wurzelt und grünt er schnell. Bis 25m groß, wächst schnell, besonders in jungen Jahren. (Nur die Pappel-auch ein Weidengewächs-wächst noch schneller). Das Holz ist sehr weich und verrottet schnell, wenn es einmal abgestorben ist. 

Blätter: länglich, lanzettlich, wechselständig.

Blüten: März-April, zweihäusig: weibliche Kätzchen grünlich, männliche Kätzchen gelb, die Knospen bestehen nur aus einer Schuppe, aus den Kätzchen treten die kleinen Blüten hervor. 

Früchte: kleiner Same mit weißem Haarschopf, werden vom Wind verteilt. Keimt schnell.

Standort: an Flussläufen, in Auwäldern, bis 1800m Höhe

Alter: ca. 200 Jahre



Verbreitung: 

ganz Europa



Wirkstoffe: 

  • Gerbstoffe
  • Salicin (wasserlösliches Glycosid), es wird von verschiedenen Pflanzen gebildet: Birke (Sumpfbirke), Primeln, Mädesüß,...



Wirkung:

  • kühlend (humoralpathologische Zuordnung):
    löscht das Feuer der Leidenschaft, 
    löscht das Fieber (fiebersenkend), 
    hilft bei Erkältungskrankheiten, 
    steht selbst mit den „Füßen“ im kalten Wasser, 
    wird aber nicht steif, sondern bleibt biegsam und beweglich.
  • keimtötend
  • zusammenziehend, adstringierend
  • blutverdünnend
  • harntreibend (+Harnsäure ausscheidend)
  • schweißtreibend
  • analgetisch (schmerzstillend)
  • vermutlich antiphlogistisch (entzündungshemmend)



Indikationen: 

  • Fieber, fieberhafte infektions- und Erkältungskrankheiten
  • Magen- Darmkrankheiten: Durchfall, Ruhr, M-D-Verschleimung
  • Blutungen
  • Augenkrankheiten
  • Zur Dämpfung der „Lust auf Liebe“ 
    (Anaphrodisiakum)
  • Leukämie
  • Neuralgien, Hexenschuß
  • Kopfschmerzen

innerlich

  • Fieber 
  • grippale Infekte
  • Gicht, Rheuma
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Augenkrankheiten
  • Anaphrodisiakum
  • Arthritis

äußerlich

  • bei Fußschweiß
  • müde Füße: Fußbad mit Beifuß und Rainfarnkraut 
  • Arthritis, Rheuma, Gicht
  • Neuralgien
  • Wunden, Geschwüre (Wundstreupulver aus Weidenrinde und Lindenkohle, fein gepulvert / Waschungen, Verbände,…)
  • Gurgelmittel bei Zahnfleischblutungen



Kontraindikationen / Warnhinweise: 

blutverdünnend! 

Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme blutverdünnender Medikamente!

Vorsicht bei starker Menstruationsblutung!



Verwendete Pflanzenteile: 

  • Rinde (hauptsächlich Silber- u. Bruchweide)
    verwendet wird die Rinde ca. 3-Jähriger Zweige, im Frühjahr abgeschabt, zerkleinert + gut getrocknet
    1 Tl kleingeschnittene Rinde wird über Nacht in 1 Tasse kaltes Wasser eingeweicht, kurz aufgekocht. DS: 2x1 Ts. 
  • Blätter (Frühjahr)
  • Weidenkätzchen und -blätter sowie -rinde als Anaphrodisiakum
    (Achtung: die Kätzchen stehen unter Naturschutz!)



Geschichte: 

  • Salicin oxidiert im Körper zu Salicylsäure, die vom Körper aufgenommen wird und die eigentlich wirksame Substanz ist. 
    Seit 1898 werden Salicylsäureverbindungen synthetisch hergestellt: Aspirin wurde das bekannteste chemische Arzneimittel. 
    Heute wird es aus Abfallprodukten der Farb-Industrie hergestellt.
    Aspirin hat jedoch viel mehr (gefährliche) Nebenwirkungen, als Weidenrinde, da die schützenden Begleitstoffe fehlen. 
  • 1763 entdeckte der englische Geistliche Eward Stone die Weidenrinde als wirksamen Ersatz für die teure Chinarinde im Kampf gegen die Malria (Sumpffieber). 



Mythologie:

  • Die Weide als weiblicher Baum (Hellsicht, Wahrsagung).
  • Persephone besaß einen Hain, in dem Weiden und Pappeln wuchsen. 
  • Legende: Hera, die Gemahlin von Zeus, wurde unter einer Weide auf der Insel Samos geboren.
  • Ein heiliger Baum der Dichter.
  • Circes (Kirke) Weidenhain war der Totengöttin Hektate gewidmet, ihr Hain barg den Eingang zur Totenwelt und in ihren Bäumen waren die Toten aufgehängt.
  • In Schottland Symbol für Stärke und Harmonie. (Stab der Gerechtigkeit - in der Rechtssprechung)
  • Weiden galten als lebensspendend, deshalb wurden Ruten um die Felder herum gesteckt. 
  • Als heilender Baum wurden Weiden aufgesucht, um Krankheiten wie Fieber oder Gicht an den Baum abzugeben. 
  • Baumfeen und Baumfrauen sind Weiden oder leben in ihnen. 
  • Die Weiße Weide (Salix alba) galt als Verhütungsmittel, Hexenpflanze.
  • Bis ins Mittelalter hinein gab es viele Heilzauber-Bräuche,
    die meist mit einem Zauberspruch einhergingen.
    Beispielsweise wurde das Fieber in Weidenzweige hinein geknotet
    mit folgendem Spruch:
    Weide! Ich winde, 
    Fieber! Ich binde 
    meine 77 Fieber ein.



Planet: 

Mond, Wasser und Weiden haben lebenspendende Kräfte, die zur Fruchtbarkeit der Erde beitragen. Sie wurden als Symbole der Göttin verehrt.

Auch Apfel, Kirsche und Erle sind Mond-Bäume, die als Bäume der großen Mutter hohes Ansehen genossen. Im Zuge der Christianisierung wurden sie zu Hexen- und Geisterbäumen. 



Sonstiges:

  • Futterpflanze: erste Bienenweide im Frühahr. Schafe, Ziegen und Pferde fressen die Blätter. 
  • Gerben: mit der Rinde wurde Leder gegerbt. 
  • Färben: mit den Blättern wurde Baumwolle gefärbt. 
  • Flechten: Weidenruten eignen sich zum Flechten von Körben, Möbeln, und zum Befestigen von Lehmwänden
  • Die Samenwolle wurde als Füllung für Kissen verwendet. 
  • Pionier-Pflanze: Weiden legen Sümpfe trocken, befestigen Ufer, Kahlschläge und Ödland. Sie entwässern und befestigen den Boden. 
  • Holz: weich, hoher Brennwert, kein gefragtes Nutzholz, ist anfällig für Fäulnis und Schädlinge. Zellulose-Herstellung. 
  • Homöopathie: Salix alba
    Das Arzneimittel hat einen starken Bezug zu allen schmerzhaften oder entzündlich-schmerzhaften Beschwerden des Körpers. Im Vordergrund stehen dabei Kopfschmerzen und Schmerzen des Bewegungsapparates und der Haut, die von Entzündungen oder den Symptomen einer Entzündung (Schwellung, Schmerz, Rötung, Überwärmung, Funktionseinschränkung) begleitet werden. Dazu zählen Beschwerden die einer Gelenkentzündung ähneln (Arthritis/ Arthrose), aber auch Hautwunden oder Lippenherpes. 
    (https://www.globuli.de/einzelmittel/globuli-von-r-bis-s/salix-alba/)
  • Bachblüte Willow – Gelbe Weide (Salix vitellina):
    Blüte für Versöhnung und Verzeihung:
    *Sie sind von den Menschen oder vom Leben enttäuscht 
    *Sie fühlen sich von Ihrem Partner oder Partnerin, Ihrem Vorgesetzten (oder auch vom Leben allgemein) ungerecht und schlecht behandelt 
    *Sie haben im harmonischen Seelenzustand einen gut entwickelten Gerechtigkeitssinn, unter ungünstigen Bedingungen schlägt dieser aber in Verbitterung und Selbstgerechtigkeit um 
    *Sie fühlen sich als Opfer der Umstände 
    *Die Hilfe von anderen ist für Sie selbstverständlich, Sie sind aber selbst nicht bereit, etwas für andere zu tun 
    *Sie sehen grundsätzlich in allem das Negative 
    *Sie können nicht oder nur schwer verzeihen (Sie sprechen nach einem Streit stundenlang nicht mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin, Dr. Frederich nennt es auch Kampfschweigen) 
    *Sie sind verbittert, missgünstig und rachsüchtig 
    *Sie suchen immer nach einem Schuldigen (übernehmen nicht geren selbst die Verantwortung)
    *Wenn es Ihnen nach einer Krankheit wieder besser geht, geben Sie dies nicht gern zu 
    *sie hilft dort, wo Schuldzuweisungen von eigener Verantwortung ablenken.
  • Rune: LAGUZ
    Themen: Leben,
    Ur-Wasser, Durchgang zu Beginn und Ende des Lebens,
    Wachstum, der Fluß der Dinge
    Wirkung: Stärkung des Magnetismus, Entwicklung hellseherischer Fähigkeiten, Führung bei schwierigen Einweihungsprüfungen, Gesteigerte Vitalität und Lebenskraft, Schutz vor Feigheit, Verrat und Unflexibilität, Schutz vor Vergiftungen, Amulette gegen Vergiftungen und Unfälle, Talismane zur Steigerung der Standhaftigkeit und für sicheres Reisen, Förderung des Willens
  • Heilrune: bei Vergiftungen, für Nieren- und Hauterkrankungen, Lähmung und Unbeweglichkeit
    Orakelbedeutung:Erfolg bei Reise oder Erwerb, allerdings mit der Möglichkeit des Verlustes. 
  • keltischer Baumkreis
    Weide-Menschen (15. April – 12. Mai) haben gute Erinnerungen und artikulieren sich willensstark und einfallsreich, emotional und rätselhaft. 
    Sie haben schnelle Reaktionen und neigen zu plötzlichen Stimmungsschwankungen. Sie müssen Vertrauen in ihre innere Stimme aufbauen, sonst können sie sich als launisch und chronisch unentschlossen erweisen.



Nutzung:

Flechtwerk, Hausbau.

Material von Harfen (die älteste Harfe, 12. Jhdt. ist aus einem einzigen Stück gearbeitet.)

Für die Herstellung von Wünschelruten war/ist sie von allergrößter Bedeutung.



Thema:

Das Kühl - Feuchte, das stark Durchleuchtete.

Ein Segensbaum, Mondbaum.

Sie atmet mit den Gezeiten des Mondes, mit Ebbe und Flut der Gewässer von Gaia.

Mütterliches Prinzip.

"Eine Ausstrahlung einer der 3 Nornen, die beim Urdbrunnen leben."

Sie liebt wässrige Plätze und wird dem Unbewussten zugeordnet. Wasser steht ja auch für den Kreislauf des Lebens, in ihm ruht Fruchtbarkeit – löst aber auch Furcht aus – sich im großen Ozean zu verlieren…. 

Bei uns wurde sie durch die Christianisierung vom heiligen Baum zum Hexenbaum – das Zepter der Hexengöttin war aus Weidenholz, der Hexenbesen aus Weidenzweigen und der Teufel hauste gerne in Weiden. Wo sie wuchs, waren schauerliche Plätze an denen sich unheimliche Gestalten herumtrieben. 

Verbrecher wurden gerne an Weidenbäumen aufgehängt. 

Solch ein Baum kann nur im Mittelpunkt magischer Bräuche stehen. 

Man legte geweihte Palmzweige in Form eines Drudenfußes unter ihn. Das ist ein alter Frühlingsbrauch, der durch die Kirche umgemünzt wurde.

Die Weide ist zweihäusig, d.h. der männliche Baum trägt keine Staubblüten, daher kam man zur Ansicht, er mache unfruchtbar. Verzweifelte Frauen gewannen aus dem Baum (Weiße Weide, salix alba) Verhütungsmittel. 

Nur der Holunder hat in der symphatischen Medizin einen so hohen magischen Stellenwert wie die Weide. 

Alle Arten von Krankheiten wurden auf sie übertragen (Fieber gab man ihr des Abends – man hing 1 Haar, Stofftuch… an ihre Äste und es blieb so lange dort, bis das Fieber verschwand. 

Doch auch positive Eigenschaften – im Frühjahr sprießen schnell frische Zweige aus umgestürzten Bäumen. 

Er wird bei Regenzauber beachtet und in Israel heißt das Wasserfest auch Weidenfest. 

Im Buddhismus werden bei Regenandachten Weidenzweige verwendet und in China galt die Weide als Sinnbild für weibliche Anmut und Schönheit. 

In Europa wurden Weidenzweige eher bei verlorener Liebe verschenkt.

Insgesamt ist die Weide ein Schwellen-Baum:

zwischen Totenreich (Samain) und Lebenskraft (Brigid), 

zwischen festem Land und Wasser, 

zwischen schnellem Wachstum und schnellem Zerfall, 

zwischen Hexenkönigin (die ein Weiden-Zepter trägt) 

und der keuschen reinen Maria, 

zwischen Zaubermittel (Wetterzauber, Bindemittel, Heilzauber) 

und wichtigstem Bestandteil der Palmbuschen (Symbol der Passion Christi). 



Quellen:

  • Fischer-Rizzi, Susanne: Blätter von Bäumen, 
    Heyne, ISBN: 3-453-18052-6
  • Stumpf, Ursula + Zingsem, Vera + Hase, Andreas: Mythische Bäume, 
    Kosmos, ISBN: 978-3-440-15002-3
  • Johannes Hemleben: Symbole der Schlöpfung, 
    Verlag der Christengemeischaft/Stuttgart 1931
  • Vescoli, Michael: Der keltische Baumkalender, 
    Hugendubel, ISBN: 3-89631-377-0
  • Julius + Kranich: Bäume und Planeten, 
    Verlag freies Geistesleben, ISBN: 3-7725-0843-X
  • http://www.helicotherapie.at/weide.htm
  • https://www.bach-blueten-therapie.de/die-bachblueten-und-ihre-wirkungsweise/willow/
  • Wikipedia
  • Fleishchauer, Guthmann, Spiegelberger: Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen, 
    at verlag, ISBN: 978-3-03800-752-4
  • Dr. Med. Gerhard Madaus, Lehrbuch der Biologischen Heilmittel, 1938
  • Storl, Wolf-Dieter: Pflanzen der Kelten
    at verlag, ISBN 978-3-85502-705-7